Kategorie: Allgemein

  • – oder aber das erste Planierwalzendrucken zu Sundern im Sauerland.

    Manchmal fragen wir uns, ob wir uns unser eigenes Konzept von GRUND UND BODEN leisten können. Wollen wollen wir allerdings …keine Frage, hier!

    Am 22. April 2016 um 10 Uhr wird es mal wieder soweit sein.

    Auf Einladung des Kunstverein Sundern Sauerland werden wir mittels Planierwalzen, Pigmenten und dem sauerländischen Straßenstaub quadratmeterweise auf feinstem Büttenpapier den Boden abbilden.

    Und zwar zum exakten Bodenrichtwert pro gedruckten Quadratmeter.

    DENN NICHT DER KÜNSTLER – DIE LAGE MACHT DEN PREIS.

    Und dieser Wert bewegt sich vor Ort zwischen 120 und 260 €, wenn wir vom Lockweg, die Hauptstraße entlang, die Bergstraße kreuzend ein paar Runden mit der Walze drehen werden.
    Und pikant an der Lage im Sauerland ist die vergleichende Spanne, die wir zwei Wochen später zu DER BLAUEN NACHT in Nürnberg legen werden. Hier werden wir ähnliche Quadratmeterdrucke zu Preisen und Lagen zwischen 1200 und 5800 € unter die Walze legen.

    Daher entscheiden Sie selbst – Kommen Sie nach Franken oder nach Sundern.

    Wir freuen uns auf Euren und Ihren Besuch und laden Sie zur Druckperformance am 22. April ebenso wie zur Ausstellungseröffnung im Kunstverein am 24. April ein, wo Anne Knapstein einführende Worte zu Grund, Boden und Lage halten wird.

    Ebenso wird dann vor Ort auch Kai Richters Show: „EGO CONSTRUO ERGO SUM“

    ab 14 Uhr in der Stadtgalerie, Lockweg 3 zu sehen sein!


    Ruppe Koselleck
    und Susanne von Bülow

    für GRUND UND BODEN
    Zur Einladung auf Facebook bitte hier abbiegen .-)

  • Was ist der Wert des Bodens, über den Sie sich alltäglich bewegen? Wo sind die Richtwert und Zonengrenzen, an denen sich Sprünge und Wertgefälle abzeichnen?

    Entlang dieser exakten Grenzen und kommunalen Geodaten drucken GRUND UND BODEN mittels Planierwalzen, Pigmenten und Straßendreck zur Blauen Nacht in Nürnberg am 7. Mai 2016 ab 19 Uhr im öffentlichen Raum der Megametropolenregion Nürnberg.

    Wir bilden auf hochwertigen Büttenpapier quadratmeterweise den Grund und Boden zum Preis des Grund und Bodens nach Bodenrichtwertkarte ab.

    Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis.

    Für Die BLAUE NACHT entwickeln wir aktuell eine MOBILE NACHTBAUSTELLE, die sich durch das fränkische Wertgefüge im Lichtkegel einer Planierwalze drucken wird.

    Bevorzugt werden dabei Orte, die einen Wertwechsel aufzeigen und die Licht in dunkle Ecken des Nürnberger Bodenwertgefüges fluten, welches sich uns im aktuellen Druckbereich zwischen 850 und 6500 € darstellt. Beim Queren der Museumsbrücke über die Pegnitz von der Königsstraße zum Obstmarkt hin können einem da schon mal 1500 € Verlust im Quadratmeterpreis unter die Schuhe kommen. (Von 7500 € geht der Preis runter auf 6000 € und dann sogar auf 2600 € auf dem Obstmarkt!)

    Und da wir uns in der Preisgestaltung nach den kommunalen Vorgaben richten, ergeben sich analoge Preise für die Prägedrucke. Daher kommen für hochähnliche Druckerzeugnisse erstaunlich vielseitige Kunstwerke und Werte zustande.

    Nachdem wir uns also von 19 Uhr an durch Die Blaue Nacht druckten, werden wir in der Ehrenhalle des Alten Rathauses die entsprechenden Ergebnisse unserer einprägsamen Kunst- und kapitalwerten Bodenbetrachtungen zu Nürnberg vorstellen.

    Bis dahin also einen herzlichen Gruß – wenn es wieder heißt:
    Es wird gedruckt.

    Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für GRUND UND BODEN
    Zur vorläufigen Einladung auf Facebook bitte hier abbiegen .-) 

  • Entgegen allen Voraussagen, daß die Schwaben nichts kaufen würden, haben alle Drucke in Waldenbuch ihre Sammlerinnen und Sammler gefunden. Wir druckten uns durch die Stadt vom Museum für Gebrauchskultur bis zur Sammlung Ritter durch unterschiedliche Bodenrichtwertzonen in einem überschaubaren Preisrahmen von 150 bis 310 Euro.

    Unter solchen Preisbedingungen war es schon sehr hart zu drucken – weil der Preis für einen gedruckten Quadratmeter Grund und Boden auf feinstem Büttenpapier dem aktuell gültigen Preis nach Bodenrichtwertkarte entspricht. So hart kann Konzept sein.

    Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis!

    Am 20. September 2015 ab 14 Uhr können Sie im Museum Ritter bei der Aktion KUNST ZU HAMMERPREISEN den oben abgebildeten Grund und Boden Druck bieten. Der Druck stammt aus unseren Berliner Bodenstudien aus der Aktion „Was ist draußen“ von der NGBK. Wir analysierten die Bodenwerte im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf vor seiner bevorstehenden Gentrifiziertung. Die Werte im Quartier sprangen teilweise von 130 auf 700 Euro. Das verweist auf eine Lage, in der sich was tut und wo es beginnt weh zu tun. 

    Berliner Boden geht in Schwaben unter den Hammer und es ist eine günstige Situation ein Original für einen guten Zweck zu ersteigern. Dr. Martin Stather vom Mannheimer Kunstverein und Andreas Bee von der Hochschule in Braunschweig werden als Auktionatoren tätig sein. 
    Zum Steigern müssen Sie allerdings nach Waldenbuch fahren, wo aktuell im Museum Ritter  u.a. Arbeiten von Karl-Heinz Adler, Horst Bartnig, Werner Bauer, Rita Ernst, Marcello Morandini, François Morellet, Diet Sayler, Reiner Seliger, Esther Stocker und Martin Willing ausgestellt sind.

    Bieten Sie mit! Wir drucken weiter…

    Herzlichen Gruß von 
    Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für Grund und Boden

    Der Erlös geht an den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.

  • Aktuell bereiten wir das nächste Planierwalzendrucken vor.
    Am 18. Juli 2015 drucken wir zehn exakte Quadratmeter für zehn Jahre Museum Ritter in Waldenbuch. Die ersten Ortsbegehung zeigt gute Motive zu

    Preisen, die wir unter dem Lageplan auf dieser Seite nur im Kleingedruckten erwähnen wollen.

    Wie werden mittels Planierwalzen, Filzen, Pigmenten und dem Dreck der Straße den Quadratmeter Grund und Boden zum Preis des Grund und Bodens nach der ortsüblichen Richtwertkarte drucken. Auf feinstem 300 g Büttenpapier.

    DENN NICHT DER KÜNSTLER – DIE LAGE MACHT DEN PREIS.

    Druckstationen entlang der Museumsmeile in Waldenbuch
    12:00 Uhr Innenhof des Museums der Alltagskultur
    12:30 Uhr Kirchgasse, vor der Musikschule
    13:00 Uhr Auf dem Graben / Ecke Tübinger Straße: gegenüber dem Landgasthof Rössle
    13:30 Uhr Aichbrücke / Alfred-Ritter-Straße
    ab 14 Uhr rund um das Museum Ritter während des Jubiläumsfestes

    Bis demnächst – wenn es wieder heißt:
    Es wird gedruckt.

    Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für GRUND UND BODEN
    Zur Einladung auf Facebook bitte hier abbiegen .-)


  • GROND EN BODEM in Deventer op 13 februari om 19 uur // BLAUW-DRUCK

    Geachte dames, geachte heren,

    Op 13 februari 2015 om 19 uur drukt het project GROND EN BODEM door middel van walsmachines en pigmenten in Deventer vlak bij Bergkerk vierkantemetergewijs de grond en bodem af.

    GROND EN BODEM is een artistiek researchproject over waarde en realiteitsstructuur van grond en bodem. Susanne von Bülow en Ruppe Koselleck zijn op zoek naar geschikte gronden en beste bodems om er met walsmachine en pigmenten GROND EN BODEM op geschept papier af te beelden.
    De grondprijs voor de gemeente Deventer is afhankelijk van de detailhandel en horeca ofwel bouwgrond for woningen en wisselt tussen een statistiek middel uit een waarde van 255 en 500 €. Het resultaat zou een gemiddelde waarde van 377,50 € zijn per vierkantemeter grond en per vierkantemeter GROND EN BODEM DRUK.

    Want niet de kunstenaar – de ligging bepaalt de prijs.

    In het historische Bergkwartier liggt de prijs per vierkantemeter / woning naheffing 7200,- €. De ligging is prijzig en speculatief. In coöperatie met de Vereniging Beeldend Kunstenaars Deventer en mede mogelijk gemaakt vinden onze recherches als openbare performance ter plekke plaats.


    U bent van harte uitgenodigd als het weer zo ver is. Er wordt gedrukt.

    Susanne von Bülow en Ruppe Koselleck
    GRUND UND BODEN (www.tfiftytwo.de)

    Voor de steun en de hulp in zake waarden en onderzoek en de bijzondere steun willen wij graag bedanken bij DUSSELDORP
    en Jeanette Hoekstra en Johan Bunt // uitwisseling projekt tussen deventer kunstenaars en Ateliergemeinschaft Schulstraße uit Münster.


  • Liebe Freundinnen und Freunde von Grund und Boden,

    sehr herzlich laden wir zum nächsten Planierwalzendrucken nach Deventer ein.

    Im Rahmen der Ausstellung BLAUW-DRUCK werden wir am 13. Februar 2015 ab 19 Uhr vor der Bergkerk in Deventer drucken. Wir bedanken uns vorab bei der Firma Dusseldorp, die unsere Aktion vor Ort
    sponsort! Mit diesem guten Namen laden wir an dieser Stelle auch die
    Düsseldorfer Kunstszene ein, den tonnenschweren Qualitätsdruck vor Ort
    zu überprüfen und einen Ausflug nach Overijssel zu unternehmen.

    Aktuell ermitteln wir das örtliche Grondprijsniveau, das irgendwo zwischen 217 und 500 Euro zu verorten ist. Letzteres Preisniveau wird fällig, falls man vor Ort einen Supermarkt bauen wollte.

    Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis.

    Am Abend wird der Bodenpreis für einen gedruckten niederländischen Quadratmeter in der Bergkerkplein 1 bekanntgeben.

    Wie gewohnt werden wir mittels Farben, Filzen, Pigmenten und dem ortstypischen Straßendreck einen Quadratmeterdruck auf 300gr schweren Büttenpapier erstellen.

    Wir drucken weiter –

    Bis dahin einen herzlichen Gruß von
    Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck
    für Grund und Boden

    BLAUW-DRUCK ist ein Austauschprojekt zwischen der Ateliergemeinschaft Schulstraße und der Vereniging Beeldend Kunstenaars Deventer. Künstlerinnen und Künstlern aus Deventer. Besonderen Dank für den Support gilt auch Johan Bunt, der die städtischen Anträge und den Kontakt zur Frima Dusseldorp ermöglichte!

  • Zwei kleine Filme von unserer Druckaktion in Marzahn-Hellersdorf zeigen das erste Planierwalzendrucken zu Grundstückspreisen in Berlin. Wir bilden den Grund und Boden zu den Quadratmeterpreisen nach der kommunalen Bodernrichtwertkarte auf Büttenpapier ab – für einen langen Drucktag am 25. Oktober 2014.

    Der Boden zeigt sich dabei in seiner realen Größe auf Papier und in seinen spekulativen resp. gutachterlich festgelegten validen Bewertungsgrößen – staubig, städtisch und schön!

    Die Bodenpreise tendieren noch niedrig vor Ort – aber steht eine Gentrifizierung zu fürchten, wenn die U5 erst bis zur Uni ausgebaut sein wird? Wann ist die Helle Mitte reif dafür?

    Früher oder später wird alles so schön hier, wie die Stadtwappen des neuen Kiezmarketings auf dem Boden des Alice Salomon Platzes .-)

    Ein Druck hängt in der U5 – Station Kauldorf-Nord
    – die anderen Drucke sind noch bis zum 6. Dezember 2014 in der station urbaner kulturen am Cecilienplatz 5 in 12619 Berlin ausgestellt. Die Station ist von Donnerstag bis Samstag von 15 – 19 Uhr geöffnet.

    Der Eintritt ist frei.

    Es verbleiben Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für 
    GRUND UND BODEN

    Im Zentrum der Peripherie wird von
    Der Regierende Bürgermeister
    von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im
    Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von „Was ist draußen?“ statt
    –
    ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe
    „Kunst im Untergrund“ der NGBK Berlin statt.

    
    
  • Am 25. Oktober 2014 sind wir von 11 bis 18 Uhr mit einer Planierwalze, Pigmenten, Filzen und schweren Büttenpapieren unterwegs in Berlin Hellersdorf entlang der U-Bahn Linie 5 vom Alice Salomon Platz bis zur Station Kaulsdorf Nord. Dort hängt unter der Brücke bis auf weiteres ein 6,15 x 1,25 m großer GRUND UND BODEN Druck, den zu besuchen wir Sie sehr herzlich einladen.

    Die weiteren entstandenen Drucke sind noch bis zum 6. Dezember 2014 in der station urbaner kulturen am Cecilienplatz 5 in 12619 Berlin ausgestellt. Die Station ist von Donnerstag bis Samstag von 15 – 19 Uhr geöffnet.

    An dieser Stelle veröffentlichen wir einen ersten Lage-Bericht aus Marzahn – Hellersdorf: dem Zentrum des peripheren Berlins, jener „Hellen Mitte“ im Grünen an den agrikulturellen Grenzen Brandenburgs zwischen Plattenbauten, Betonplatten, Kopfgestein, alten Gullis und neuen Bodenbelägen.
    Morgens um 11 Uhr begann unser Drucktag am Alice Salomon Platz – dem deklarierten Herzstück der Hellen Mitte. Das saubere Erscheinungsbild eines frisch gepflasterten Platzes stellt sich uns als die steinharte Versuchung urbanen Kiezmarketings vor.

    Die Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte ergibt einen exakten Wert von 360,- Euro/m².

    Das Bodenpreisniveau steigt am Alice Salomon Platz von 130,- (Hellersdorfer/ Stendaler Straße) auf 360,- Euro/m² an.

    Dekorative und mit dem Wappen von Hellersdorf verzierte Regenrinnen weisen auf das Bemühen, einen Platz zu gestalten und aufzuwerten.

    Das geringe Aufkommen von plattgetretenen Kaugummis auf dem Bodenbelag gibt uns einen Hinweis auf eine relativ hohe Sozialkontrolle (Das ist ein erstaunlicher Befund, da vor Ort eine Ausbildungsstätte für Sozialarbeit ist.).
    Das Trottoir weist fast keine Schlaglöcher und Flickspuren des terristischen Belages auf.

    Im spekulativen Wertgefüge wird der Quadratmeter vor Ort an Wert gewinnen, sobald die U5 bis zur Universität hin ausgebaut ist, und damit die Lage attraktiver wird.
     

    Cottbusser Platz
    Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte: 130 €/m²

    Der zwischen dem Regine Hildebrand Park und dem Jelena Santic Friedenspark gelegene Cottbusser Platz verdient seinen Namen als Platz mangels adäquater Fläche nicht.
    Ein ortstypischer Supermarkt mit Parkplatz ist dort gelegen. Die Radwegmarkierungen sind aufgebrochen, Reparaturen werden punktuell vorgenommen. Es ergibt sich ein seit Jahren angehäuftes Flickwerk unterschiedlichster Bodenbeläge.

    Von der alten DDR Fußwegplatte über partiell darunter und daneben liegendem Kopfgestein sowie weiteren hier nicht weiter spezifizierten Gesteins- und Plattenlegungen reicht das Spektrum der versiegelten Oberfläche.

    Abdrucke von Kronkorken und Zigarettenkippen verweisen auf den nahe gelegenen „Biergarten ab 18“ und die mangelnde Pflege des Platzes –  umherfliegende Zettel „Nein zum Heim“  auf die umstrittene Existenz einer Flüchtlings- und Asylunterkunft.



    Die Lage erscheint perspektivisch dennoch über dem Wert von 130,- Euro/m² taxierbar zu sein, da die großzügigen oben erwähnten Parkanlagen die Lage attraktiv machen könnten. Für die Mieter kann man nur hoffen, dass nicht allzu sprunghafte Preisentwicklungen ihr Portemonnaie belasten werden, die sich aus nationalen oder internationalen Investitionen, Ankäufen von Immobilien und Weitervermakelung ergeben werden.

    U-Bahnhof
    Neue Grottkauer Straße

     
    Patz vor dem Bowlingcenter

    Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte: Neue Grottkauer Staße / Feldberger Ring / Hellersdorfer Straße: 130,- Euro/m²

    Unser großer sechs Meter langer Druck entsteht am Platz vor der Bowlingbahn.
    Ein
    Platz der kein Platz mehr ist, weder Parkplatz noch Versammlungsort. 
    Ein 3,50 hoher Stein (Kunstwerk?) steht platzmittig. Zwischen den
    Betonplatten haben sich Pflanzen ihren Weg gebahnt, die sich im Grund
    und Boden Druck als sternenartige Abbildungen im Büttenpapier zeigen.
    Die Plattenlage ist unterbrochen von Kopfgesteinen, die ein
    linienartiges Ordnungsmuster über den Platz legen. Ein Gulli wird in den
    6,15 x 1,25 Meter großen Druck integriert.


    Hier befand sich zu DDR Zeiten eine Gastronomie und eine Fahrschule und der danebenliegende Konsum wurde durch einen Lidl ersetzt, wie uns eine Gruppe sichtlich gut eingespielter Rentner  beim Verspeisen eines gutbürgerlichen Essens in der Bowlingbahn verrieten. Es schien als habe der Ort sich geändert, die Besucher auch die alten sind jedoch geblieben. Bowlingbahn hin oder her.

    Ein Steinwurf vom Feldberger Ring entfernt steigt der Bodenrichtwert von 130,- Euro/m² auf 140,- an und eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung verweist auf die möglichen Entwicklungskapazitäten der Lage. Zieht man die historische Preisentwicklung von 2008 zu Rate stellt man fest, dass hier im „Wuhle Tal“ / Feldberger Ring sich eine mäßige Preisbewegung zwischen 10 und 20 Euro Schritten ergab.

    U-Bahnhof Kaulsdorf Nord 
    Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte Cecilienplatz / Spreecenter: 130,- Euro/m² – 700,- Euro/m²

    Das alte Einkaufszentrum liegt am Cecilienplatz (Albert Norden Straße), der inmitten großzügiger Plattenbauten angelegt ist. Die vorliegende mit Findlingen und Bepflanzungen, sowie Steinskulpturen gestaltete Fläche beherbergt auch einen Wochenmarkt sowie die station urbaner kulturen, wo die Grund und Boden Drucke gezeigt werden. Hier liegt das Preisniveau nach Bodenrichtwertkarte bei 130,- Euro/m² und es kann Leerstand in Ladenlokalen beobachtet werden.

    Der Spreewaldcenter liegt auf der anderen Seite der U-Bahnstation Kaulsdorf Nord und zeigt sich als ein teures Pflaster, welches mit 700,- Euro/m² taxiert wurde. Der Gewerbegrund erscheint attraktiver und die kommerzielle Stadtentwicklung hat die Straßenseite der Hellersdorfer Straße vom Cecilienplatz hin zum Spreewaldcenter gewechselt.

    Ob das perspektivisch so bleibt, ist in Frage zu stellen, zumahl der Wochenmarkt und die kleinen Restaurants am Cecilienplatz eine andere Entwicklung offenhalten. Die Eigentumsverhältnisse liegen bei großen Wohnbaugesellschaften resp. bei einem Investor für den Spreecenter.


    Spreecenterdruck
    Beim genauen Hinschauen erkennt man in der Mitte des Bildes ein Weißes Kreuz. Das Kreuz ist ein Abdruck einer Bodenrichtwertmarkierung und verweist auf die Grenze zweier Bodenrichtwertzonen.

    Hier die des Spreecenters, der mit 700,- Euro/m² bemessen ist und das der Hellersdorfer Straße für 130.- Euro/m². Der ausgewiesene Preis für den Druck entspricht damit einem Mittelwert von 415,- Euro für den gedruckten Grund und Boden/m².

    Ernst Bloch Straße 
    Die beiden Drucke inmitten des Wohngebietes in Kaulsdorf am Cecilienplatz waren die letzten Drucke des Tages. Sie sind auch eine Hommage an zwei Gullis, die von der Geschichte des Viertels erzählen.

    Einmal der belassene „Made in GDR“ Gulli und dann ein weiterer Straßengulli, der aufgrund seiner Lochbreite wohl heute als unzulässig beschrieben werden muss.

    Er überzeugt aufgrund seiner besonderen Schlichtheit und wird von uns als Bauhausgulli bezeichnet und markiert den vorläufigen Endpunkt der Auswertungen nach einem langen Drucktag durch Marzahn-Hellersdorf.

    Demnächst mehr

    Es verbleiben Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für 
    GRUND UND BODEN

    Im Zentrum der Peripherie wird von
    Der Regierende Bürgermeister
    von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im
    Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von „Was ist draußen?“ statt
    –
    ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe
    „Kunst im Untergrund“ der NGBK Berlin statt.



  • Wir bereiten gerade die nächsten Grund und Bodendrucke vor. Und leiden jetzt schon an den geringen Quadratmeterpreisen, zu denen wir drucken werden.
    Grund und Boden druckt mittels Planierwalzen und Pigmenten den Grund und Boden zu den Preisen der kommunalen Richtwertkarte und kennzeichnet damit die hochwertigen Druckreliefs auf Büttenpapier.

    Sichtbar werden Linien, Flächen, Pflaster und Bodenstrukturen in ihrem fiktiven sowie validen Wertgebilde und -gefälle, das dem örtlichen Grund zumessen wird. Sichtbar wird ein Stück Berliner Boden, über den wir uns alltäglich bewegen.

    Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis.

    Die nächste Druckperformance findet in Berlin – Marzahn statt.
    Im Zentrum der Peripherie …wo sonst.

    In einer
    Druckperformance in vier Stationen präsentieren wir am 25. Oktober 2014 die Ergebnisse.
    Start ist um11Uhr Hellersdorfer Str. / Ecke Stendaler Str. (U-Bhf.
    Hellersdorf)
    12.30h: Hellersdorfer Str. /
    Cottbusser Platz (U-Bhf. Cottbusser Platz)
    15h: Hellersdorfer Str. /
    Feldberger Ring (U-Bhf. Neue Grottkauer Str.)
    17h: Hellersdorfer Str. /
    Spree Center (U-Bhf. Kaulsdorf-Nord)
    18h: station urbanerkulturen, Cecilienplatz 5, 12619 Berlin

    Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen

    Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow für
    GRUND UND BODEN

    Im Zentrum der Peripherie wird von der Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von „Was ist draußen?“ statt – ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe „Kunst im Untergrund“ der NGBK Berlin statt.

    
    

  • Der nächste Drucktermin von Grund und Boden – Planierwalzendrucke zu den Quadratmeterpreisen nach den kommunalen Bodenrichtwertkarten – ist der 20. September 2014, 15 Uhr vor der Halle 8. Wir drucken dort im Rahmen des Sommerfestes im Kulturquartier, welches sich zwischen Streichquartett und Planierwalze, Philosophie und Kartoffel, Hummeln und Beats bewegen wird. Die Halle 8 wird umziehen und wir nutzen den bevorstehenden Umbau für eine letzte Druckaktion auf dem Gelände, das in Kürze neu bebaut werden wird.

    Kurzer Bericht zur Lage.

    Quert man die Projekträume der Halle 8 vom Nienkamp 74 zur ungraden Straßenseite so steigt der Bodenrichtwert von 60 auf 75 Euro pro Quadratmeter Gewerbefläche.
    Der Preis für einen Grund und Boden Druck liegt also unschlagbar so niedrig, daß wir schon daran zweifelten, ob wir diesen Drucktermin überhaupt publizieren wollen. Was gut für den Käufer ist, ist schlecht für die Künstler.

    Denn nicht der Künstler – die Lage macht den Preis. (Konzept auf Englisch)

    Der benachbarte Havixbeckerweg entwickelte in den letzten Jahres von 2010 bis 2014 eine ganz eigene Preis-Dynamik. Hier steigerte sich der Bodenrichtwert im Wohngebiet von 300 auf 400 Euro den Quadratmeter. Ob diese Lage hält, was sie verspricht? Und ob wir einen Ausflug mit der Planierwalze realisieren werden, steht aktuell noch nicht fest, wenn es auch lukrativ erscheinen mag.

    Dass sich allerdings grundlegend nahezu flächendeckend alle Lagen im Münsterland (un)verhältnismäßig angehoben haben, verweist auf einen wichtigen Grund, warum wir den Boden in seiner realen Beschaffenheit samt Staub und Straßendreck, feinpigmentiert und sorgfältig ausgewalzt abbilden! Wo liegt der kritische Spekulationspunkt? Wann und wo wird sich der Wertewind im Immobilienmarkt abschwächen?

    Auf der Suche nach den viralen Asphaltblasen im Geschäft um den öffentlichen und privaten Grund und Boden werden wir nach unserem Druck bei Halle 8 am 25. Oktober 2014 nach Berlin weiterziehen, um in Marzahn Hellersdorf das Zentrum der Peripherie auszumachen.

    Wir drucken weiter!

    Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
    für GRUND UND BODEN